In der Leipziger Erklärung wenden sich gemeinsam Leipziger Kulturschaffende aus städtischen Eigenbetrieben wie auch der freien Kulturszene an die Abgeordneten des Sächsischen Landtages, der geplanten Novellierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes nicht zuzustimmen.
Diese Erklärung wird Ende November / Anfang Dezember an alle Abgeordneten des sächsischen Landtages versandt und soll während der Landtagssitzung am 15.12.2010 im Plenarsaal verlesen werden. Zusätzlich ist eine öffentliche Verlesung am 13.12. 2010 an repräsentativen Orten in Leipzig, Chemnitz und Dresden sowie den Kulturräumen Leipziger Raum, Elbtal-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Oberlausitz-Niederschlesien, Erzgebirge-Mittelsachsen und Vogtland-Zwickau geplant.
Leipziger Erklärung (PDF-Dokument)
Liste der Projekte, Einrichtungen, Kulturschaffenden und KünstlerInnen, die unterzeichnet haben bzw. der Erklärung zustimmen:
Liste der UnterzeichnerInnen (Aktualisiert am 30. November, 171 Unterzeichner)
Mittlerweile haben wir großes Interesse von Kulturschaffenden in ganz Sachsen signalisiert bekommen, die unsere Erklärung unterstützen wollen. Darum haben wir schon begonnen, sie über entsprechende Netzwerke zu streuen. Natürlich erreichen wir viele – aber längst nicht alle. Deshalb werden alle Kulturschaffenden gebeten, ihre Kontakte zu nutzen und ebenfalls noch um Unterstützer zu werben.
Flächendeckend erreichen uns nun die Unterstützungsmails:
UnterzeichnerInnen Leipziger Erklärung auf einer größeren Karte anzeigen
Um nicht eine endlose (letztlich weniger wirksame) Namensliste zu generieren, beschränken wir uns auf die Unterschrift der Einrichtungs- bzw. ProjektleiterInnen. Natürlich sollen freischaffende EinzelkünstlerInnen nicht ausgeschlossen sein.
Eure Unterstützungserklärung könnt ihr per Email senden an info[at]leipzigpluskultur[punkt]de oder einfach in die Kommentarleiste eintragen. Die Liste der UnterstützerInnen wird täglich aktualisiert.
Hier die Erklärung im Wortlaut:
Leipziger Erklärung
Kulturschaffende gegen Änderung des Kulturraumgesetzes
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des sächsischen Landtages,
wir Sachsen leben in einem Kulturstaat. Mit der Aufnahme der Kultur als Staatsziel in die sächsische Verfassung wurde nach der Friedlichen Revolution von 1989 eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung unseres Landes zu einer demokratischen, fortschrittlichen und leistungsfähigen Region im Herzen Europas gelegt.
Schon 1994 hat sich der Freistaat durch die Inkraftsetzung des Kulturraumgesetzes zu seiner maßgeblichen Beteiligung an der Finanzierung kultureller Einrichtungen in den Kulturräumen unseres Landes bekannt. Damit ist Sachsen nach wie vor ein Vorbild für die gesamte Bundesrepublik.
Im Ergebnis war es möglich, lebendige Kultur auch in strukturschwachen Regionen und finanziell bis an die Leistungsgrenze belasteten Kommunen zu einem tatsächlichen Grundpfeiler des gesellschaftlichen Lebens zu entwickeln.
Dies gilt auch für Leipzig. Der weltweite Ruf unserer Stadt als Kulturstadt fußt auf Qualität und Vielfalt des Angebots, auf Pflege des Erbes und auf Innovation. Daraus entstehen hohe Lebensqualität und Attraktivität – für die Menschen der Region und für unsere Gäste. Mit hochrangigen, weit über die Stadt hinaus ausstrahlenden Theatern, Orchestern, Chören und kulturellen Bildungseinrichtungen, einer umfangreichen Museums- und Festivallandschaft, vielen soziokulturellen Zentren und einer lebendigen, kreativen und qualitativ hochwertigen freien Kulturszene. Dies ist nur möglich, weil Stadt und Freistaat gemeinsam die Kosten tragen.
Seit Jahren liegt Sachsen in den bundesweiten Bildungsvergleichen an der Spitze. Täglich gelebte Kultur in allen Bereichen der Gesellschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Bildungssituation. Täglich gelebte Kultur ermöglicht allen Bürgern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und fördert das demokratische Grundverständnis der Gemeinschaft.
Der vorgesehene, verfassungsrechtlich ungesicherte Eingriff in das Kulturraumgesetz verletzt die Systematik solidarischer Kulturfinanzierung in unserem Land. Um eines kurzfristigen finanziellen Effektes willen wird die positive Entwicklung der letzten 20 Jahre in Frage gestellt. Statt in ganz Sachsen weiterhin auf Kunst und Kultur als gesellschaftliches Bindeglied zu setzen, entzieht der Entwurf flächendeckend den Kulturräumen die dringend notwendigen Mittel.
Die Folgen für das Kulturland Sachsen wären verheerend. Das künstlerische Angebot würde drastisch reduziert. Es drohte die Schließung ganzer Sparten. Für große Teile der Bevölkerung würde der Zugang zu Kultur unmöglich. Die gewachsenen Herausforderungen bei der kulturellen Bildung wären nicht zu erfüllen. Zahlreiche freie Kunst- und Kulturprojekte würden unmöglich.
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete. Wir, die Vertreter der städtischen Kultureinrichtungen und der freien Kulturszene Leipzigs, appellieren gemeinsam an Sie: Lassen Sie diesen Rückfall nicht zu. Verwehren Sie – unabhängig von aktuellen Fraktionszielen und Parteiinteressen – der vorgeschlagenen Änderung des Kulturraumgesetzes, auch in der angebotenen Kompromissvariante, Ihre Stimme. Nehmen Sie Ihre Verantwortung für Ihre Wähler, für Ihre Wahlkreise wahr. Schützen
Sie mit Ihrer Stimme die Kulturräume unseres Landes. Bewahren Sie Sachsen die Möglichkeit, ein Kulturstaat zu bleiben.
Leipzig, den 22. November 2010
Unterzeichner (nur Einrichtungs- bzw. Projektleiter)
• Name (Einrichtung/Projekt)
Unterstützer (sachsenweit / nur Einrichtungs- bzw. Projektleiter)
• Name (Einrichtung/Projekt, Ort)

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Danke
Ich unterstütze die Leipziger Erklärung. Liebe Grüße und Vielen Dank, Gesa
Hallo,
danke für das Engagement. Ich unterstütze die Erklärung.
Kathrin Wildenberger/Autorin
Hiermit erkläre ich, dass ich die Initiative der Leipziger Erklärung unterstütze.
Karla Grießbach
Leiterin Stadtbibliothek Freiberg
Ich hoffe sehr, daß die Leipziger Erklärung ein voller Erfolg wird und zum Nachdenken bzw.Umdenken der Verantworlichen animiert. Es wäre sehr schade, wenn die Mittel vom Kulturraum wegfielen, da ich ja besonders die Kinder und Jugentlichen zu meinen Lesekunden zähle.
Ich wünsche viel Erfolg !
Angela Göbel, Gemeindebücherei Bärenstein
@angela: “jugenTliche” ….. alles klar !!
Die Stadtbibliothek Belgern spricht sich gegen die Kürzungen aus.
Wir sind eine kleine, gut funktionierende, städtische Bibliothek, eine Stätte der Kultur
für alle Einwohner der Stadt Belgern sowie der
eingemeindeten Gemeindeglieder und somit auf die Mittel der Kulturraumförderung unbedingt angewiesen.
Bitte bedenken Sie, was einmal gestrichen, kommt
nie wieder.
Wollen Sie wissentlich so Kultur sterben lassen?
Mit hoffnungsfrohem Gruß
Edith Hornauer
SBBelgern
Vielen Dank an alle! Wir benötigen noch mehr Unterstützung, sachsenweit!
Bisher haben ca. 120 Projekte und Einrichtungen unterzeichnet, da geht noch was!
Natürlich unterstütze ich als Leipzigerin, die hier lebt und arbeitet, die Erklärung.
Sina Hawk
Freie Theaterschaffende & Autorin
Auch ich unterstütze, als freischaffende Künstlerin (Tanz und Performance), diese Erklärung!
ich bin dafür …. wenn nur der gute Falk E. (naTo ev) u der “gute Vorstand” nich imma darüber bestimmt, was “leipzigpluskultur” bedeutet. Ganz besonders mag ich es … wenn Fömi-Anträe durch deren Hände laufen. Man gönnt sich ja sonst so wenig …
ich unterstütze “leipzigpluskultur” !! Doch fragwürdig ist es schon, wenn der “gute Falk E und dienato eV. … und deren Vorstand … darüber entscheiden, was denn nu kultur iss.
pa. wird das jetzt veröffentlicht, oder scheitere ich wieder … ???
Ich unterstütze die Leipziger Erklärung!
In der Hoffnung, daß die Leipziger Erklärung erfolgreich sein wird und zum Umdenken der Verantwortlichen führt.
Die Kulturraummittel sind für den Medienkauf und die Bestandserhaltung in der Bibliothek unverzichtbar!
In der Hoffnung auf Erfolg!
Katrin Rosowski
Gemeindebibliothek Gelenau
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Wer schon einen genehmigten Kommentar verfasst hat, dessen Kommentare erscheinen dann sofort.
Wir sind eine kleine aber gut ausgestattete
Gemeindebibliothek.Die geplanten Kürzungen machen
eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Bibliotheken unmöglich.Gespart soll wieder mal an der Basis werden, da wo die meisten Bürger noch Kultur zu erschwinglichen Konditionen bekommen können. Wir sind gegen Kürzungen.
Die Leipziger Erklärung erhält unsere volle Zustimmung, weil die geplanten Kürzungen unverantwortlich sind. Die Kultureinrichtungen, besonders in kleineren Orten, sind ohne die Unterstützung durch die Kulturräume von den Kommunen allein nicht finanzierbar und demzufolge in Zukunft nicht zu erhalten. Kultur und Bildung sind aber ein unbedingtes Grund-Lebensmittel, das allen zugängig sein muss und an dem nicht gespart werden darf!
Uta Liebing
Stadtbibliothek Wolkenstein
Freiberg ist ein bedeutender Kulturstandort. Die geplanten Kürzungen würden fatale Einschnitte in allen Kulturbereichen nach sich ziehen und wären: “Der Anfang vom Ende!”
Die Landespolitiker sind dringend aufgefordert, abdere Einsparmöglichkeiten zu finden, um den Kulturstandort Sachsen nicht zu gefährden.
Andreas Schwinger
Kulturamtsleiter
Wir, die Mitarbeiter der Stadt- und Kreisbiliothek
Brand-Erbisdorf, unterstützen die “Leipziger Erklärung.
Im Namen des Livelyrix e.V. Leipzig/Dresden unterstütze ich die “Leipziger Erklärung”.
Dieser Erklärung stimme zu – die geplanten Kürzungen bringen Errungenes aus vielen Jahren kulturellen Engagements in Gefahr – betroffen werden letztendlich fast alle BürgerInnen, viele Einrichtungen, Projekte und Initiativen sein.
Ines Thoermer
Leiterin Stadtbibliothek Görlitz
Wir, die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek Lößnitz, unterstützen die Leipziger Erklärung, da die geplanten Kürzungen auch für uns große Einschnitte bedeuten würden. Gerade für solch kleine Bibliotheken ist die Unterstützung durch die Kulturräume besonders wichtig.
Cordula Kirsch
Bibliotheksleiterin
Im Namen des Malzhauses unterstütze ich die “Leipziger Erklärung”, ohne Kulturraummittel ist Kultur für “alle” nicht finanzierbar.
Thomas Schneider
Vorstand des Malzhaus e.V.