Offenes Treffen der Freien Szene am 28.10., 13 Uhr

Zur Erinnerung: Am Freitag, den 28.10., findet 13 Uhr wieder ein Offenes Treffen der Freien Kulturszene in der Stadtbibliothek am Leuschnerplatz statt.
Wir werden über den ersten Diskussionsabend am 27.09. im Rahmen der neuen Reihe “Impuls Kulturpolitik”, initiiert von Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, über den angedachten Kulturrat und weitere aktuelle Themen sprechen. Kommt vorbei, platziert neue und andere wichtige Themen, diskutiert und konzeptioniert mit den Sprechern von L+K!
Wir freuen uns auf Euch!

L+K positioniert sich zu einem Leipziger Kultur(bei)rat

Am 11. Oktober erschien in der Leipziger Internetzeitung ein Artikel, in dem sich Mitglieder der Leipziger CDU-Fraktion gegen die Schaffung eines Kulturrates und damit gegen eine zeitgemäße, von Partizipation und Transparenz getragene Kulturpolitik aussprechen. Dass die politische Diskussion in Deutschland und auch zwischen der Legislative und den Leipziger Kulturmachern schon einige Schritte weiter ist, scheint sie dabei wenig zu bekümmern. Schon beim Kongress kultur| standort.bestimmung wurde ein Kulturbeirat in Leipzig diskutiert und ging in die Handlungsempfehlungen ein.

Hier ist die ausführliche Pressemitteilung zum Download.

Referent für die Freie Szene in der Kulturverwaltung

Der Kongress kultur|standort.bestimmung, den Leipzig + Kultur organisierte und im September 2015 mit großer internationaler Beteiligung durchführte, trägt weitere Früchte. Einige der aus den Referaten und Workshops hervorgegangenen Handlungsempfehlungen werden in Leipzig bereits umgesetzt, wie zum Beispiel der regelmäßig stattfindende Runde Tisch Freie Kultur, der demnächst die dringend benötigte externe Moderation erhalten soll. Auch wird intensiv über Lösungsansätze und Finanzierungsmöglichkeiten für das Ressourcenzentrum der Freien Szene diskutiert. Ebenfalls sollen die Kompetenzen der Akteure der Freien Szene zukünftig stärker in kulturpolitische Entscheidungen und das Förderverfahren einbezogen werden. Ein entsprechender Antrag zur Einrichtung eines Leipziger Kulturrates ist in den Stadtrat eingebracht worden.

Darüber hinaus soll nun auch die kommunale Verwaltungsstruktur im Interesse der Freien Szene aufgestockt werden. Wie der LVZ vom 24./25.09.2016 zu entnehmen ist, plant Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke ab Herbst 2017 eine Referentenstelle für die Freie Szene zu schaffen. Ein Novum!

An diesem Vorhaben kann man ablesen, wie wichtig der nationale und internationale Austausch zu kulturpolitischen Fragen, neuen gesellschaftlichen Herausforderungen für den Kulturbetrieb und die gemeinsame Suche nach Lösungen für die Gestaltung konkreter Kulturpolitik auf kommunaler Ebene ist. Die Verbesserung der Kommunikation zwischen Freier Szene und Stadtverwaltung, die Notwendigkeit der Partizipation der Akteure an der Erarbeitung von Entwicklungskonzeptionen und kulturpolitischen Entscheidungen waren ebenso zentrale Themen des Kongresses im letzten Herbst wie Vorschläge zur tatsächlichen und nachhaltigen Umsetzung der herausgearbeiteten Zielstellungen.

Und diese Vorschläge umfassten eben auch strukturelle Konsequenzen – innerhalb der Szene ebenso wie in der Kulturverwaltung. Dazu gehörte die Forderung nach einer „Kontaktstelle für die Freie Szene im Kulturdezernat“, die nach dem Beispiel des Referenten für die Eigenbetriebe zu schaffen sei. Zu deren Aufgaben sollten nach unserem Verständnis die Sammlung von Anliegen der Freien Szene und deren Aufbereitung für Kulturpolitik und -verwaltung, die Administration des Runden Tisches, die Vermittlung von kommunalen Kulturentwicklungs- und Förderstrategien in die Freie Szene hinein, die Recherchearbeit zu kulturpolitischen Themen im In- und Ausland, die internationale Vernetzung sowie die Koordinierung der wissenschaftlichen Begleitung all dieser Prozesse gehören. Sportlich. Und sehr notwendig!

Wie gut, dass sich Skadi Jennicke und einige Kulturpolitiker_innen aktiv an
kultur|standort.bestimmung beteiligt, Argumente getauscht und Überzeugungen gewonnen haben. Denn nur mit Überzeugung lassen sich solch grundlegende Veränderungen wie die Erweiterung der städtischen Personalstruktur für die Freie Szene (beim Oberbürgermeister) durchsetzen.

Dokumente zum Download:
kultur|standort.bestimmung_Handlungsempfehlungen
LVZ vom 24./25.09.2016

Monatliche offene Treffen L+K – es geht wieder los!

Auch die politische Sommerpause ist nun vorbei!
Ab 26. August treffen wir uns wieder monatlich jeden letzten Freitag mit allen Freie-Szene-Kulturschaffenden zwischen 13 und ca. 14 Uhr in der Stadtbibliothek am W.-Leuschner-Platz.
Der erste Runde Tisch zur Novellierung der Fachförderrichtlinie in Bezug auf die Förderinstrumente ist bereits Mitte August gelaufen, der Erfolg unserer Zusammenarbeit am Runden Tisch mit den Kulturpolitikern der Stadt zur neuen Rahmenrichtlinie ist sichtbar – darüber und über die kommende Förderperiode des Kulturamtes wollen wir mit Euch reden!
Wir freuen uns über zahlreiche Interessenten!

Es gibt Geld – Eine Kampagne der Sparte Bildende Kunst

Die Debatte um eine gerechte Entlohung in der Kulturbranche ist nicht neu, so wie es nicht neu ist, nach der Aufgabe und Bedeutung von Kunst und Kultur in der heutigen Gesellschaft zu fragen.

Warum wird Bildenden Künstler*innen dann immer noch eine Vergütung verwehrt, wenn sie ihre eigenen Werke ausstellen? Und was ist mit den Leistungen von freien Kurator*innen und Vermittler*innen?
Als freie Kulturschaffende bilden sie das gestaltende Dreieck der zeitgenössischen freien Kunstszene zusammen mit den bildenden Künsten.

Für diesen Bereich der freien Kulturarbeit gibt es, anders als für andere freischaffende Berufsgruppen, keine gesetzlich verankerte Honorarordnung.
Nach wie vor ist die Bezahlung von künstlerischer Leistung und deren Vermittlung ein Tabuthema. Zum Einen wird den Kunstschaffenden vorgehalten, dass sie ihre Werke als Produkte verkaufen könnten oder das überholte Bild des aus innerer Notwendigkeit heraus schaffendem Künstlertyp wird iedalisiert. Zum Anderen ist es auch unter den Kunstschaffenden selbst verpönt darüber zu sprechen, wie wenig Geld mit der eigenen Arbeit verdient wird. Wir lügen uns lieber in die eigene Tasche, Reputation ist alles!

Als Gegenbeispiel der Bereiche Darstellende Kunst und Musik macht die bundesweite Initiative “artbutfair” Mut, anders an das Thema heranzugehen. Sie entwickelte eine Selbstverpflichtung zur Zahlung angemessener Honorare und fordern die Akteure und ihre Häuser auf, diese öffentlich zu unterzeichnen. Sie soll Ausdruck der Eigenverantwortung der Akteure sein. „Es geht darum, einen eigenen moralischen Kodex zu entwickeln und zu versuchen, diesen auch im beruflichen Alltag umzusetzen.“

Auch im Bereich bildende Kunst ist man nicht untätig.
In einigen Staaten, wie Schweden, Kanada oder Neuseeland existieren rechtlich verbindliche Regelungen zur Zahlung von Ausstellungsvergütungen. In den kommunalen Galerien Berlins wurde im März 2016 das Recht auf monetäre Honorierung eingeführt. Ein entsprechender Fonds wurde auf städtischer Seite eingerichtet.

Der Landesverband der bildenden Kunst in Sachsen (LBK) verfasste 2012 ein Richtlinie zur Ausstellungsvergütung für bildenden Künstler*innen (http://www.lbk-sachsen.de/ausstellungsverguetung)
Die Gruppe der Verfasser*innen ist überzeugt davon, dass „nicht mehr nur eine Produkt-, sondern eine Leistungsbestimmung im Bereich der bildenden Kunst notwendig ist und dass auch im Sinne der qualitativen Bewertung eine selbstverständliche Honorierung künstlerischer Leistungen zum Usus werden muss.“

Die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und ihre Entlohnung passen nicht ökonomisch zusammen.  

Die Sparte Bildende Kunst der Initiative Leipzig + Kultur setzt sich aus diesem Grund für die freien Kunstschaffenden und Vermittelnden der Stadt ein. Bis die Entlohnung dem Wert der Arbeit der Kulturschaffenden entspricht, werden wir diesen Zusammenhang weiter thematisieren.
Die aktuellen internationalen Debatten zeigen, dass die Rolle der bildenden Kunst erneut überdacht wird und, dass Künstler*innen, Kurator*innen und Vermittler*innen sich ihres Wertes bewusst sind und diesen auch nach außen tragen.
Die Sparte Bildende Kunst unterstützt sie dabei.

Als Sparte der Initiative Leipzig + Kultur vertritt sie die freischaffenden Kulturschaffenden der Stadt. Sie vertritt sie gegenüber Kulturamt und Stadtrat, sie versteht sich aber auch als Kommunikationsplattform für das Dreieck der Kunstschaffenden: bildende Künstler*innen, freie Kurator*innen und Vermittler*innen. Engagiert euch mit der Sparte für Qualität und Transparenz.

Das nächste Treffen der Sparte Bildende Kunst findet nach der Sommerpause am 5. September um 17 Uhr im KV – Verein für Zeitgenössische Kunst Leipzig e.V. (Kolonnadenstraße 6 in Leipzig) statt.

Postkarte zur Kampagne Es gibt Geld

Kontakt: bildendekunst@leipzigpluskultur.de

Offenes Treffen der Initiative L+K am 27.05., 13 Uhr

Am kommenden Freitag, 27.05. 2016, 13 Uhr findet wieder das offene Treffen der Spartensprecher von L+K statt. Aufgrund mehrerer Veranstaltungen treffen wir uns dieses Mal NICHT in der Stadtbibliothek, sondern im Büro von Flügelschlag Werkbühne in der
Kurt-Eisner-Straße 40
(1. OG)!
Wir werden über den kommenden Runden Tisch am 17.06. sprechen, dort wird es um die FFRL (Förderinstrumente und Verteilung von IF und PF) gehen.

Das letzte Treffen von L+K vor der Sommerpause findet dann am 24.06., 13 Uhr statt!

Wahl der/des neuen Kulturbürgermeisterin/s

Falk Elstermann wurde als Sprecher der Initiative Leipzig + Kultur von der Leipziger Volkszeitung (LVZ) gebeten, sich zu zwei Fragestellungen bezüglich der am 18.05.2016 im Stadtrat stattfindenden Wahl der/ des neuen Leipziger Kulturbürgermeisterin/s zu positionieren.
Die vollständigen Antworten können nachfolgend gelesen oder heruntergeladen werden.

Was erwarte ich von der/dem neuen Kulturbürgermeister/-in?
Leipzigs Kultur braucht eine starke, visionäre und in der Stadtführung gut vernetzte Dezernatsleitung, um dem Anspruch einer leistungsfähigen und modernen Kulturstadt mit herausragenden Wurzeln in der Kulturgeschichte sowie einem lebendigen und zukunftsweisenden Umgang mit ihren Potentialen gerecht werden zu können. An die Spitze der Kulturverwaltung gehört ein/e Dezernent/-in mit außergewöhnlichen Kompetenzen und der ungeteilten Verantwortung für alle kulturellen Bereiche unserer Stadt.
Zu den angesprochenen Kompetenzen gehören insbesondere die genaue Kenntnis der Leipziger Kulturlandschaft und die Fähigkeit, aus ihrer Historie, ihren aktuellen Potentialen sowie den politischen Rahmenbedingungen Visionen für ihre weitere Gestaltung und nachhaltige regionale und internationale Positionierung zu entwickeln. Des weiteren stellt die Fähigkeit, Entwicklungsszenarien gemeinsam mit den Akteuren und der Kulturpolitik zu entwerfen bzw. diese erfolgreich sowohl in den Stadtrat als auch die kulturelle Basis zu vermitteln, eine wesentliche Voraussetzung für eine wirksame Tätigkeit des Dezernats dar.
Ebenso ist ein großer Erfahrungsschatz im Umgang mit kommunalpolitischen Prozessen erforderlich, um dem Kulturbereich den ihm angemessenen Stellenwert im städtischen Handeln zu sichern. Innerhalb der Verwaltung sollte eine klare Aufgabenverteilung zwischen dem Dezernat und dem Kulturamt wieder hergestellt werden. Ich wünsche mir das Kulturamt noch stärker als „Servicedienstleister“ für die Kulturmacher der Stadt. Dazu zählen die enge Zusammenarbeit mit den kulturellen Akteuren und dem Fachausschuss Kultur bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Entwicklungsszenarien, die umfangreiche Beratungstätigkeit und Hilfestellung im Kulturförderverfahren sowie die aktive Beförderung der Vernetzung zwischen den Akteuren. Das Kulturdezernat sollte wieder die Rolle des aktiven Gestalters der Leipziger Kulturlandschaft übernehmen. Hierfür sind die verschiedensten kulturpolitischen Arbeitsebenen intensiv zu nutzen – die es zum Teil ja schon gibt (siehe Runder Tisch für Freie Kultur).
Für die nachhaltige überregionale und internationale Positionierung und Vernetzung der Kulturstadt Leipzig ist die Einbindung des/r Kulturdezernent/-in in entsprechende Arbeitsgremien und das kontinuierliche Agieren in nationalen und internationalen Netzwerken unumgänglich.
Neben diesen fachlichen Kompetenzen sind aber auch einige Charaktereigenschaften erforderlich, damit das „Experiment: Gemeinsam für eine starke Kulturstadt“ gelingt. Hierzu gehören insbesondere Gesprächsbereitschaft, Neugier, Fantasie, Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Durchsetzungsvermögen.

Welche sind die wesentlichen Baustellen der nächsten Zukunft?
Mit der/dem neuen Kulturbürgermeister/-in wollen wir den Dialog zwischen Freier Szene und Kulturpolitik am Runden Tisch zum Trialog ausbauen, bei dem das Dezernat aktiv mitwirkt. Essentiell für die Nachhaltigkeit der Zusammenarbeit mit der Freien Szene ist deren strukturelle Anbindung an das Dezernat. Eine Referentenstelle für diesen Bereich – entsprechend der für die städtischen Eigenbetriebe – ist dringend erforderlich.
Wir wollen an ausgewogenen und verbindlichen Entwicklungsstrategien für Leipzigs Kultur mitwirken. Wir fordern Partizipation der Freien Szene und Transparenz bei der Kulturförderung. Und wir fordern grundsätzlich bessere Arbeitsbedingungen für freie Künstler und Kulturinitiativen in unserer Stadt: Stichworte hierbei sind u.a. Künstlerhonorare, Betriebskosten … Die 5 Prozent sind nach wie vor nicht erreicht (aktuell liegen wir bei 4,2%) und die jährliche Steigerungsrate der Mittel für die Freie Szene von 2,5% ist da nur ein schwacher Trost. Die mangelhafte FFRL und das unbefriedigende Förderverfahren sind immer noch nicht reformiert.
Es müssen Instrumente geschaffen werden, die wesentlich mehr Interaktion zwischen Freier Szene und den kulturellen Eigenbetrieben auf Augenhöhe ermöglichen, denn in diesem Zusammenwirken liegt die Zukunft – für künstlerische Innovation, für das Erreichen und Einbinden der Leipziger Bürgerschaft, für ein modernes, weltoffenes und interkulturelles Selbstverständnis unserer Stadt. Ebenso muss der Strukturumbau bei den städtischen Kulturbetrieben, die derzeit 85% der Kulturmittel in Leipzig binden, viel entschlossener vorangetrieben werden. Sonst leiden am Ende alle Kulturakteure unter dem Reformstau (siehe actori).

Unterm Strich sind die Erwartungen an die Person der/des neuen Kulturdezernent/-in und der Berg der zu bewältigenden Aufgaben nach sieben Jahren Stillstand außerordentlich hoch. Ich glaube aber sagen zu können: Die Bereitschaft der Freien Szene – und sicher auch aller anderen Kulturakteure unserer Stadt –  bei diesem Werk aktiv mitzutun ebenso. Also, packen wir es an!
–  Falk Elstermann, 17.05.2016 –

2016-05-17_Stellungnahme Kulturbürgermeister-Wahl_FE (PDF)

Leipziger Projekte für Reformationsjubiläum 2017 gesucht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für den Einzelnen in unserer aufgeklärten, technologisierten und globalisierten Welt sicher von sehr unterschiedlicher, jedoch für die kulturelle und spirituelle Entwicklung von Mittel- und Westeuropa von immenser, wegweisender Bedeutung, jährt sich 2017 der Beginn der Reformation mit dem Thesenanschlag Luthers zum 500sten Mal.
Als Austragungsort der Disputation zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und dem Augustinermönch Martin Luther im Jahr 1519 nimmt auch Leipzig einen wichtigen Platz unter den historischen Stätten der Reformation ein.. Der sogenannte „Sommer der Reformation“ wird in unserer Stadt mit unzähligen kirchlichen und kulturellen Ereignissen begangen werden und sicher eines der Grundthemen für vielfältige gesellschaftliche – und künstlerische – Auseinandersetzungen sein. Schon im Mai findet der Deutsche Evangelische Kirchentag statt, auf den 6 „Kirchentage auf dem Weg“ in verschiedenen mitteldeutschen Städten hinführen. So auch in Leipzig, vom 25. – 27. Mai 2017.
Diese drei Tage werden aber nicht nur durch kirchliche bzw. religiöse Feierlichkeiten gekennzeichnet sein, denn es soll unter dem Motto „Leipziger Stadtklang: Musik. Disput. Leben“ ein umfangreiches Kulturprogramm geben. In Vorbereitung dieses Vorhabens wurde ich als Vertreter von Leipzig + Kultur vor ca. 7 Monaten in die Projektleitung Kultur für unsere Stadt berufen. Eine Einladung, der ich sehr gern gefolgt bin, da mich das Verhältnis von Mensch und Glauben schon seit langer Zeit intensiv beschäftigt und ich mir deshalb gut vorstellen kann, dass auch viele Künstler hohes Interesse an einer inhaltlich-ästhetischen Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex haben.
Aus diesem Grund war es die stärkste Motivation für meine Mitarbeit in PL Kultur, Rahmenbedingungen für künstlerische Arbeit zu schaffen, sprich ein Förderprogramm auf den Weg zu bringen, das entsprechende Projekte finanziell unterstützt. Dabei sollte das Thema Glaube nicht auf religiöse Bindung oder gar kirchliche Zusammenhänge verengt werden sondern ein möglichst freier Umgang der Künstler mit dem Themenfeld gestattet sein, um eine vielfältige, interessante und relevante gesellschaftliche Diskussion anzuregen. Glücklicherweise teilen die Mitglieder der PL Kultur diese Intention und so haben wir eine Ausschreibung (PDF) erarbeitet, die in dieser Woche durch die Gesamtleitung des Kirchentages auf dem Weg bestätigt wurde und nun auf vielfältigen Wegen öffentlich kundgetan wird.

Ich bitte Euch, nutzt diese Gelegenheit, entwickelt Projektideen, bewerbt Euch um Mittel und lasst uns in einen spannenden, streitbaren, erhellenden, kritischen, zukunftsweisenden und vor allem menschlichen Disput eintreten.

Beste Grüße

Falk Elstermann

Zum Download:
Ausschreibung und Bewerbungsformular (PDF)

Am 20.04. soll neue Rahmenrichtlinie beschlossen werden

In der Folge intensiver Diskussionen am Runden Tisch zu einigen Passagen des Verwaltungsentwurfes einer neuen Rahmenrichtlinie und deren Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen freier Künstler und Kulturinitiativen in Leipzig haben im Herbst 2015 mehrere Fraktionen – zum Teil fraktionsübergreifende – Anträge in das Verfahren eingebracht. Anfang März reagierte die Verwaltung mit einem weitestgehend unveränderten Entwurf und einer Synopse zu den Änderungsanträgen.
Die Initiative Leipzig + Kultur bat daraufhin die antragstellenden Stadträte an den entscheidenden Anträgen festzuhalten und lieferte ihnen eine ausführliche Argumentation aus der Sicht der Freien Kulturszene. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Argumentation der Verwaltung bezüglich der Anteile verschiedener Förderhöhen (pro Projekt) an den Gesamtfördermitteln für freie Träger, mit der sie darstellen wollte, dass sie ihrem gesellschaftlichen Kontrollauftrag nur genügen könne, wenn die Grenze für den einfachen Verwendungsnachweis sehr niedrig angesetzt würde. Dazu nutzte sie die Förderzahlen des Jahres 2013 – allerdings unvollständig und damit in der Logik irreführend, wie die beigefügte Gesamtstatistik zeigt.

Dokumente auf einen Blick zum Download:
2016-03-02_Rahmenrichtlinie_Beschlussvorschlag der Verwaltung.pdf
2016-03-22_Rahmenrichtlinie_Beschlussvorschlag der Verwaltung_Standpunkt L+K.pdf
2016-03-22_Rahmenrichtlinie_Auswertung Zuwendungen 2013.pdf

L+K-Treffen jeden letzten Freitag im Monat

Diesen Freitag, am 29.01., 13 Uhr findet das erste offene Treffen der Sprecher der Initiative Leipzig + Kultur in diesem Jahr statt. Alle freien Künstler_innen, Kulturschaffende und -institutionen sind herzlich in die Leipziger Stadtbibliothek (Oberlichtsaal) eingeladen.
Diese Treffen finden nun wieder regelmäßig statt – die kommenden Termine sind:

25.02., 19 Uhr als Vollversammlung der Initiative Leipzig + Kultur in der
Galerie KUB (Kantstraße 18)
mit den Themen/ der Diskussion “Handlungsempfehlungen” für die Freie Szene als Ergebnis des Kongresses “kultur | standort.bestimmung” (dort kann man sich u. a. die Handlungsempfehlungen herunterladen) und Struktur der Initiative.

18.03., 13 Uhr, Stadtbibliothek
(Themen u.a.: Runder Tisch am 11.03. und Ergebnisse der Vollversammlung L+K am 25.02.)
29.04., 13 Uhr, Stadtbibliothek
27.05., 13 Uhr, Stadtbibliothek
24.06., 13 Uhr, Stadtbibliothek